Nun ist die Cebit 2009 vorüber. Sie war kleiner, die Anzahl der Aussteller sank um 25% im Vergleich zum Vorjahr, die Zahl der Besucher um 20%. Trotzdem, so fand ich, war es einen Besuch wert, auch wenn der eine Tag den ich dieses Mal vor Ort sein konnte für die ganze Messe viel zu wenig Zeit ist. Da der Blog nur ein Hobby ist, musste ich unter der Woche Arbeiten und kam am Donnerstag erst gegen halb 12 auf dem Messegelände an.

Durch den Eingang gelangte man dann direkt in Halle 2, in der IBM sein Lager aufgeschlagen hatte. Aber genau bei IBM stach etwas ins Auge was man dort nun nicht erwartet hätte - eine riesige Tafel Ritter Sport. Leider nur eine Atrappe (ich mag sowieso kein Marzipan), aber ein Mitarbeiter erzählte mir dann, dass Ritter Sport nur repräsentativ für mittelständische Unternehmen steht. IBM versucht damit etwas gegen den Irrglauben zu tun, nur große Konzerne würden von ihnen betreut. Und Marzipan wurde nur ausgewählt, weil die Tafel rot ist und damit Menschen wie mich neugierig macht.

Weiter ging es und als nächstes zog mich ein Putter mit Übungsgreen an. Natürlich auch hier nur ein Blickfänger, genau für Menschen wie mich gemacht. Die Firma "
Top Gun" wirbt für eine Software, die es ermöglichen soll, berufliche Fähigkeiten aus Hobbies und Sportarten zu extrahieren und für Arbeitgeber aufzubereiten. Interessante Idee, wie ich finde!
So sind Menschen, die gerne kochen experimentierfreudig, kreativ und serviceorientiert. Fußballspieler hingegen sind organisiert, geduldig und arbeiten gut im Team. Wie weit sich das Prinzip auf die Realität übertragen lässt, vermag ich allerdings nicht zu sagen ;)
Beim Stand der Telekom, an dem ich dann vorbeikam, gab es eine Kletterwand. Da ich meine Kamera mit mir rumschleppte und ausserdem die Zeit rannte, habe ich aufs Klettern verzichtet, die Idee finde ich allerdings toll. Weiter ging es zu
PixelX, wo ich ausführlich über das Serverangebot informiert wurde. Die Server wurden dekorativ präsentiert und gewährten einen Einblick in das Innenleben. Was den Besuch aber krönte war, dass das Informationsmaterial, das mir zur Verfügung gestellt wurde, auf einem 2GB USB-Stick kam.
Auch ansonsten bin ich nicht mit leeren Händen nach Hause gefahren. Avira hat Fliegenklatschen verschenkt und je nachdem wie gut man auf einem großen Display damit Trojaner, Viren und Würmer erschlagen konnte, mit verschiedenen Präsenten belohnt. In meinem Fall mit einem Regenschirm. Die Deutsche Bank verschenkte Buchstützen, natürlich mit dem DB Logo und bei der COM gab es gegen Abschluss eines Probeabos einen Dreh am Glücksrad mit attraktiven Hauptpreisen und weniger attraktiven Trostpreisen. Ansonsten gab es viele Bonbons, Pfefferminz und Jonglierbälle.

Weiter ging es für mich dann zu Fujitsu Siemens, um das neue Lifebook zu begutachten. Auch dort wurde ich ausführlich über die Funktionen informiert und ich muss sagen ich bin begeistert! Siemens ist nicht der einzige Aussteller gewesen, der dieses Jahr mit Notebooks und Netbooks geworben hat, deren Display drehbar ist und das Gerät sich somit in ein Tablet verwandeln lässt. Im Gegensatz zu allen anderen Geräten, die ich gesehen und ausprobiert habe, ist das Lifebook in beide Richtungen um 180° drehbar. Es macht dazu auch einen sehr soliden Eindruck, auch das Gelenk scheint stabil zu sein, was essentiell wichtig ist, da es der wohl am meisten beanspruchte Punkt ist. Die vorgeführte Version ist das Business-Modell, welches mit Fingerabdrucksensor und UMTS integriert kommt.

Auch der Diebstahlschutz wurde verbessert, mit Intels "Anti-Theft". Ein Chip auf der Festplatte, sowie ein im BIOS verankertes Gegenstück, sorgen dafür. Wird der PC nun entwendet, kann er, sobald er sich über das Mobilfunknetz meldet, gesperrt werden. Ohne Passwort lässt der PC sich dann nicht mehr hochfahren. Versucht der gewitzte Dieb nun die Festplatte in einem anderen PC zu benutzen steht er vor einer anderen Sackgasse: Ohne das Gegenstück im Bios werden die Daten auf der Festplatte verschlüsselt und auch hier nur gegen Eingabe des richtigen Passwortes freigegeben. Dazu lässt sich der Laptop über die Netzzelle, aus der er sich meldet, lokalisieren. Somit haben wir 3 gute Argumente ein mit Anti-Theft geschütztes Notebook nicht zu klauen ;)
Nachdem ich mir das Lifebook ausgiebig angeschaut hatte, bin ich weitergezogen und kam zu dem Stand der ForBAU. Dies ist ein Bayrischer Forschungsverbund, der es sich zum Ziel gesetzt hat Baustellenprozesse zu optimieren. Denn wo in Deutschland wird das angegebene Datum zur Fertigstellung eines Bauabschnittes schon eingehalten? ForBAU setzt auf flexible 3D Planung die inter2aktiv an die gegebenen Umstände angepasst wird. Dies soll Zeit und Geld sparen, befindet sich aber leider noch in der Forschungsphase. Aber mit einem ferngesteuertem Bagger konnte ich spielen. ^^
Im Anschluss habe ich mich von der Firma "
Science&Motion" beraten lassen. Nicht zuletzt weil dort ebenfalls eine Puttingrange aufgebaut war. Damit habe ich schon 2 mal mehr gesehen als ich erwartet hatte. Präsentiert wurde "SAM PuttLab", ein System für jeden Golfer der genug Geld hat und in sein Putting investieren möchte. Mir wurde versichert, dass sogar Tiger Woods dieses System nutzen würde und das wohl nicht ohne Grund. Das System analysiert jedes Detail des Schwunges, Geschwindigkeit, den Winkel, sogar wo der Ball auf den Putter getroffen ist. Diese Daten werden aufbereitet und trainingsgerecht präsentiert.
Danach kam ich zum Frauenhofer Institut, die nicht nur einen RoboterButler hatten, der den Besuchern Wasser reichen sollte (insofern er es zu greifen bekam), sondern auch sehr eindrucksvolle 3D Fernseher. Wenn man am richtigen Punkt stand wirkte das Bild tatsächlich dreidimensional, und das ganz ohne Shutterbrille oder ähnliches. Danach war erstmal Pause angesagt, Schnitzel und Pommes sollten es sein. Schade nur, dass die Panade des Schnitzels härter war als das Plastikmesser, so das dies am Ende aussah als hätte es den 1. Weltkrieg schon miterlebt - es hatt keinerlei Zähne mehr. Aber es hat auch eher nach Schuhsohle geschmeckt so dass ich mich mit Pommes begnügt habe.
Die letzten Aussteller mit denen ich mich mehr unterhalten habe war die Firma G.Skill und Elixier. Bei Elixier erfuhr ich, dass sie im Unterschied zu den meisten Firmen ihre Chips für den Speicher selbst herstellen und laufend Qualitätskontrollen durch

führen. Andere Firmen würden die Chips bei Herstellern wie beispielsweise Elixier kaufen und für ihr Endprodukt verbinden. Ich werde mir also bei meinem nächsten Rechnerupgrade den Elixierspeicher anschauen, bisher hab ich immer auf Kingston geschworen.
G.Skill fertigen ebenfalls Arbeitsspeicher, und die ausgestellten Rechner waren beeindruckend, alle mit dem neuen Intel i7 bestückt und mit 8 Kernen. Die Dame von G.Skill wollte jedoch nur über die Kühlmodule für den Arbeitsspeicher sprechen, die sie ebenfalls herstellen. So wurde ich recht ausführlich ausgefragt, welcher mir denn optisch am meisten zusagen würde, mit einem oder zwei Aktivkühlern und so weiter. Nachdem ich vom G.Skill Stand loskam war es auch schon beinahe 18 Uhr und die meisten Aussteller fingen an abzubauen. So ging letztlich ein langer Tag zu Ende, aber dennoch finde ich, dass es sich gelohnt hat.
Ich bedanke mich herzlich bei der Messe Hannover für die Bereitstellung des Presseausweises und des Parktickets sowie bei den Ausstellern für die Erlaubnis Fotos zu machen.
Bei Anmerkungen o.ä. wenden Sie sich bitte an jan@theglow.de
Labels: Cebit 2009, Internet, Software, Technik